BASEL Festival GALA

S0 27. SEPTEMBER 2020, 17:00

Stadtcasino Basel, Hans Huber-Saal

Mendelssohn und Bruch

Streichoktette

Gala Basel Infinity Festival

Streichoktette Mendelssohn und Bruch

27. September 17:00

Stadtcasino Basel, Hans Huber-Saal

Steinberg 14,

4051 Basel

Tickets unter www.kulturticket.ch

 

Programm

Felix Mendelssohn Bartholdy: Oktett op.20

Max Bruch : Oktett op. posth. (1920)

Künstler

Violinen: Rennosuke Fukuda, Laia Braun, Sherniyaz Mussakhan, Jana Ozolina

Violas: Cyprien Semayne, Ariadna Bataller Catalayud

Violoncelli: Ayano Kamimura, Valentina Dubrovina

 

Das berühmte Oktett von Felix Mendelssohn führt uns ins sommerliche Berlin des Jahres 1825, an eine Adresse, die den Berlinern wohl vertraut ist: Leipziger Straße 3. Dort, wo heute der Deutsche Bundesrat tagt, hatte im 19. Jahrhundert die Bankiersfamilie Mendelssohn ihr Anwesen, ein Gartenpalais mit ausgedehntem Park, welches der Crème de la Crème des bürgerlich-intellektuellen Berlin als Refugium diente. Wo sich Alexander von Humboldt ein Observatorium einrichtete, Hegel, Schleiermacher und E.T.A. Hoffmann ein- und ausgingen, suchten auch weite Kreise des kunstliebenden Publikums am Wochenende Erholung bei geistigem Genuss. Am Sonntagnachmittag zwischen 14 und 16 Uhr versammelte man sich alle zwei Wochen zu den „Sonntagsmusiken“ der Mendelssohns, einer Konzertreihe, die im Berlin der Romantik legendären Ruf genoss.

 

Zu den Werken, die im Rahmen der Sonntagsmusiken ihre Uraufführung erlebten, gehörte das Oktett des Filius Felix. Es ist nicht nur eines der großen Meisterwerke der Kammermusik, sondern auch ein geistes- und musikgeschichtliches Dokument ersten Ranges für das Berlin des Idealismus.

 

Als Max Bruch 1838 in Köln geboren wurde, hatte Mendelssohnn noch sieben Jahre zu leben, und als er vor 100 Jahren 1920 in Berlin starb, war Strawinskys Sacre du Printemps schon sieben Jahre alt. Diese immense Spanne eines künstlerischen, kreativen Lebens verdeutlicht auch dessen Tragik: In der Tradition der Hochromantik aufgewachsen, konnte und wollte Bruch den gewaltigen stilistischen Entwicklungen zur Moderne nicht folgen. Für seine Zeitgenossen hatte er sich schnell überlebt. Zum Glück ist unser Blick heute freier für seine genuine künstlerische Leistung.

 

Die Kammermusik des ganz späten Bruch - das Streichoktett von 1920, ist geradezu romantisch-melodische Ausbrüche gegen ihre Zeit, wundervoll ausbalanciert und von meisterhafter Faktur. Eine Mischung von Staunen und Rührung überkommt einen beim Hören dieser Schwanengesänge des alten, vereinsamten Max Bruch.

BASEL INFINITY FESTIVAL 2020 Fortsetzung

www.baselfestival.ch

Klassische Musik in Basel

Sa. 29. August 19H30 DUO MIRABILE Strawinsky, Schostakowitsch, Allgemeine Lesegesellschaft 

So. 30. August 18H00 CHRISTOPH CROISÉ Rezital Violoncello Solo, Museum Kleines Klingental

Sa. 5. September 19H30 FESTIVAL QUINTETTE Dvořák Brahms, Theater Fauteuil Tabourettli

Fr. 11. September 19H30 MUSSAKHAN QUARTETT mit B. Villiger Soprano, Landgasthof, Riehen

Fr. 25. September 19H30 POLINA USHAKOVA Klavierrezital Ornaments, Lesegesellschaft Basel

So. 27. September 17H00 GALA INFINITY Streichoktette, Stadtcasino Basel, Hans Huber-Saal

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